Nach einem einfachen kurzen Tweet zum bundesweiten Aktionstag „Gender Studies“ am heutigen Montag, den 18.12.17, auf der Social-Media-Plattform „Twitter“ wurde Timo Spors, Schatzmeister der Grünen Jugend Mülheim (GJ),  Opfer von diversen Beleidigungen und Beschimpfungen anderer Nutzerinnen und Nutzer. Der bundesweite Aktionstag „Gender Studies“ soll über die Leistungen und Ergebnisse im Bereich der Geschlechterforschung an den deutschen Universitäten informieren. Der Mathe-Student Spors postete hierzu einen Beitrag unter dem Hashtag #4genderstudies, indem er erwähnt, dass auch die Mathematik eine Wissenschaft ist, die nicht wirklich im Ganzen bewiesen werden kann und argumentiert damit für die Wissenschaftlichkeit der „Gender Studies“.

Daraufhin erhielt der 19-jährige Kommunalpolitiker diverse Nachrichten und Reaktionen anderer Nutzerinnen und Nutzer, die von einfachen Beleidigungen wie „grüner Spinner“ bis hin zu ganz abstrusen wie „dreckiger Abschaum“, „Kinderschänder“ oder auch persönlichen Drohungen reichten. „Es war mir wichtig, mich an der Diskussion um die „Gender Studies“ zu beteiligen, da ich es durchaus interessant finde, sich mit der Legitimation eines solchen Forschungszweiges zu beschäftigen.“, erklärt Spors: „Für mich ist die Forschungsfreiheit ein hohes und wichtiges Gut unserer Gesellschaft, das beschützt werden muss. Dazu gehören auch die „Gender Studies.“ Zusätzlich ist Geschlechterforschung beispielsweise in Bezug auf Gehaltsunterschiede in der Arbeitswelt auch durchaus relevant!“ Bezüglich der Anfeindungen ihm gegenüber, prüft Spors nun, ob diese auch strafrechtlich relevant sein könnten.

Die Grüne Jugend Mülheim unterstützt ihren Schatzmeister in diesem Vorgehen und verurteilt jegliche Form von Beleidigungen und Bedrohungen in der Debatte. Gerade erst hat die GJ einen Programmbeschluss gefasst, indem sie sich für eine vielfältige Debattenkultur und einen gesunden Diskurs ohne Anfeindungen und Diffamierungen einsetzt. Solche Dinge, wie sie Spors widerfahren sind, gehören für sie eindeutig nicht dazu. Auch sie steht für die Freiheit der Wissenschaft und als vielfältige und offene Jugendorganisation begrüßt sie die Vielfältigkeit wissenschaftlicher Fachrichtungen.